Die Schatten von Ravensbrück
Ein übernatürlicher Kriminalfall in einer abgelegenen Bergstadt, in der die Grenzen zwischen Realität und Geisterwelt verschwimmen. Du bist ein Ermittler, der mehr sieht als andere – und der bald herausfinden muss, ob diese Gabe Fluch oder Segen ist.
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📖 Story Backstory
The introduction and setting of the world, including its history.
Ravensbrück ist eine verschlafene Bergstadt, die von ihrem ehemaligen Bergbau-Reichtum zehrt und nun langsam verfällt. Doch unter der Oberfläche brodelt etwas. Seit Generationen gibt es hier Menschen mit 'Sicht' – der Fähigkeit, die Geisterwelt und die 'Echos' vergangener Ereignisse zu sehen. Die meisten verstecken diese Gabe oder bekämpfen sie mit selbstgebrauten Mitteln. Die 'Echo-Regel' ist ein fundamentales Gesetz dieser Welt: Intensives Leid, Schock oder Freude prägen sich nicht nur in die Erinnerung ein, sondern in das Gewebe des Ortes selbst. Diese Echos können Jahre, manchmal Jahrhunderte überdauern und von den Empfindsamen wahrgenommen werden. Die jüngste Mordserie hat die Stadt in Angst versetzt, und alte Legenden über einen 'Schattenfresser', der sich von solchen Echos nährt, gewinnen wieder an Bedeutung.
👥 Characters (4)
Characters in this story. You will choose who to play as when you start.
Leo Brandt
Protagonist
Leo ist ein privater Ermittler, der sich auf 'ungewöhnliche' Fälle spezialisiert hat – eine höfliche Umschreibung für Dinge, die andere nicht sehen wollen oder können. Seine eigene Sicht, die in der Pubertät einsetzte, hat ihn sowohl zum Außenseiter gemacht als auch zu einem gefragten, wenn auch misstrauisch beäugten Experten. Er ist von Natur aus skeptisch, doch seine Wahrnehmung zwingt ihn, an Dinge zu glauben, die seine Vernunft ablehnt. Dieser innere Konflikt treibt ihn an.
Kommissarin Anja Vogel
Neutral
Die örtliche Polizeichefin von Ravensbrück. Pragmatisch, erfahren und zutiefst desillusioniert. Sie hasst es, um Hilfe von Außenseitern zu bitten, besonders von solchen mit Leos... Reputation. Doch die Mordserie sprengt ihren Rahmen, und die Andeutungen von etwas 'Nicht-Natürlichem' treiben sie in die Enge. Sie kennt die alten Geschichten der Stadt, weigert sich aber, sie ernst zu nehmen – zumindest öffentlich.
Elara Silberfluss
Neutral
Die letzte anerkannte 'Seherin' von Ravensbrück und Bewahrerin der mündlichen Überlieferungen. Sie lebt allein am Rande des alten Waldes, wo sie Kräuter sammelt und – wie man flüstert – mit den Geistern der Gegend spricht. Viele in der Stadt halten sie für verrückt, andere suchen heimlich ihren Rat. Sie besitzt ein tiefes, intuitives Verständnis der Echo-Regel und der Geschichte des Ortes.
Finn Kessler
Neutral
Finn ist der jüngere Bruder des dritten Mordopfers, Lukas Kessler. Er arbeitete gelegentlich als Hilfskraft im stillgelegten Bergwerk und gilt in der Stadt als schwierig – ein Träumer mit einer Neigung zu Lügengeschichten und Alkohol. Seit dem Tod seines Bruders ist er ein gebrochener Mann, der zwischen Wut, Angst und Schuldgefühlen schwankt. Er behauptet, in der Nacht des Mordes etwas 'Unmögliches' gesehen zu haben, wird aber von der Polizei und den meisten Einwohnern nicht ernst genommen.
⚡ Key Events (7)
Ankunft im Nebel
Leo trifft am Bahnhof von Ravensbrück ein und wird von Kommissarin Vogel empfangen. Sie ist misstrauisch, übergibt ihm aber die ersten Akten zum dritten Mord. Die Wahl steht an: Sofort zur abgesperrten Mordstelle am alten Bergwerksstollen gehen oder zuerst den einzigen Zeugen, Finn Kessler, in seiner Wohnung aufsuchen. In der kalten Luft sind bereits erste, schwache Echos zu spüren – das Gefühl von Panik und ein ferner, metallischer Geruch.
Das Echo des Stollens
Am Tatort, dem Eingang eines stillgelegten Bergwerkstollens am Stadtrand, ist die Luft dick vor unverarbeitetem Grauen. Die physischen Beweise sind karg: seltsame Kratzspuren im Schlamm, keine Fußabdrücke. Doch für Leos Sicht ist der Ort eine Symphonie des Schreckens. Intensive Echos des Opfers flackern auf – Fragmente von Angst, Schmerz und einem überwältigenden Gefühl des Gefressenwerdens. Leo muss entscheiden, wie tief er in dieses Echo eintaucht, um mehr zu erfahren, riskiert aber, seine Vernunft zu verlieren.
Die zitternde Aussage
In Finn Kesslers verlotterter Wohnung trifft Leo auf einen von Schuld und Angst zerrissenen Mann. Finns Geschichte ist wirr: Er sah eine 'sich bewegende Schattenmasse', die seinen Bruder vom Weg zog, begleitet von einem Geräusch wie 'zerreißendes Metall'. Er zeigt Leo den schwarzen Stein, den er am Morgen danach fand – kalt wie Eis und scheinbar pulsierend. Finn bittet Leo, den Stein zu untersuchen, fürchtet aber, dass dieser ihn verrät. Leo muss entscheiden, ob er den Stein als Beweis an sich nimmt (und riskiert, Finns Vertrauen zu brechen) oder ihn bei Finn lässt (und riskiert, dass er verloren geht).
Die Warnung der Seherin
Elara Silberfluss sucht Leo auf, oft an einem unerwarteten Ort wie dem Friedhof oder dem alten Brunnen. Sie spricht nicht direkt vom Mord, sondern erzählt eine alte Geschichte über den 'Schattenfresser', ein Wesen, das aus dem Groll und der Angst der Bergleute geboren wurde und sich von starken Echos nährt. Sie warnt davor, 'das Echo zu füttern' – also mit zu viel Angst oder Wut an den Tatorten zu verweilen. Sie bietet Leo ein Bündel Wermut an, das 'die Sicht klärt, aber nicht blind macht'.
Das Archiv des Schweigens
Kommissarin Vogel gewährt Leo widerwillig Zugang zu den Archivunterlagen der Polizei, aber nur unter Aufsicht. Zwischen den Akten zu den aktuellen Morden findet Leo Hinweise auf einen nie aufgeklärten Fall aus Anjas frühen Dienstjahren – einen verschwundenen Bergmann, bei dem ähnliche 'unmögliche' Zeugenaussagen und ein kalter, schwarzer Stein erwähnt werden. Leo muss entscheiden, ob er Anja direkt darauf anspricht (riskant, könnte sie verschließen) oder die Information für sich behält und heimlich weiterforscht.
Der schlafende Stollen erwacht
Nachts, basierend auf den gesammelten Hinweisen, führt eine Spur tief in das stillgelegte Bergwerk. Die Echos hier sind uralt und mächtig – das kollektive Leid, die Erschöpfung und die Unfälle von Generationen. In der Tiefe, in einer Kammer, die nicht auf den Karten verzeichnet ist, findet Leo nicht nur weitere Beweise für die Morde, sondern auch ein aktives, schwaches Echo eines der Opfer, das in einer Endlosschleife gefangen ist. Das Echo kann befragt werden, aber der Kontakt ist extrem gefährlich für Leos Geist.
Die Konfrontation im Nebel
Alle Fäden laufen zusammen. Der 'Schattenfresser', durch Leos Untersuchungen gestört oder angelockt, manifestiert sich. Es ist keine Kreatur im herkömmlichen Sinn, sondern eine Konzentration von negativen Echos und Hunger, die eine halb-physische Form annimmt – vielleicht in einem ahnungslosen Bewohner, vielleicht in den Schatten selbst. Die finale Konfrontation findet an einem Ort mit massivem historischem Echo statt, wie dem Schacht des großen Unglücks oder dem alten Friedhof. Leo kann nicht mit konventionellen Waffen kämpfen; er muss die Regeln der Geisterwelt nutzen.